Hallo liebe Leidensgenossen, Alex wieder am Start!
Nachdem wir uns letztes Mal ja eher allgemein um Hausmittel gekümmert haben, muss ich heute mal spezifisch werden. Und zwar geht es um die wohl fieseste Art von Warzen, die man sich einfangen kann: Die Dornwarze (auch Plantarwarze genannt).
Kennt ihr das Gefühl, wenn ihr morgens in den Schuh schlüpft und es sich anfühlt, als hättet ihr einen kleinen, spitzen Kieselstein im Schuh? Ihr zieht den Schuh aus, schüttelt ihn, aber da ist nichts? Tja, schlechte Nachrichten: Der „Stein“ steckt wahrscheinlich in eurem Fuß. 🦶
Ich hatte vor zwei Jahren so ein Biest direkt am Ballen und ich sag euch, das war kein Spaß. Joggen konnte ich vergessen, selbst der Gang zum Bäcker war nervig. Deswegen schauen wir uns heute mal ganz ausführlich an, was Dornwarzen eigentlich sind, warum sie so verdammt hartnäckig sind und wie man sie (hoffentlich) wieder loswird.
Was ist eigentlich der Unterschied zur normalen Warze?
Vielleicht habt ihr euch schonmal gefragt, warum die Dinger am Finger so hügelig nach außen wachsen, aber am Fuß so flach sind? Das liegt an unsrer Anatomie. Da wir den ganzen Tag auf unseren Füßen stehen und unser komplettes Körpergewicht darauf lastet, kann die Warze nicht nach außen wachsen. Sie wird durch den Druck nach innen gepresst.
Deswegen nennt man sie auch Dornwarze. Sie wächst wie ein Dorn tief ins Fleisch hinein. Oft sieht man an der Oberfläche nur eine kleine verhornte Stelle mit schwarzen Punkten (das sind kleine Einblutungen, keine Wurzeln, wie viele denken!). Aber unter der Haut… da sitzt der eigentliche Übeltäter. Das ist wie bei einem Eisberg. Das meiste sieht man gar nicht.
Und genau deswegen tun sie so weh. Sie drücken auf die Nervenenden in der Fußsohle. Autsch.
Woher kommt das Mistding?
Klassiker: Schwimmbad, Sauna, Umkleidekabine beim Sport. Das Humane Papillomvirus (HPV) liebt es feucht und warm. Wenn ihr dann noch eine kleine rissige Stelle am Fuß habt oder das Immunsystem gerade nicht 100% fit ist, zack, hat sich der Virus eingenistet.
Ich weiß, man hört es immer wieder, aber: Tragt Badelatschen! Ernsthaft. Ich war früher auch immer der Meinung „Ach, wird schon nichts passieren“. Bis ich dann wochenlang humpeln durfte.
Dornwarzen behandeln: Geduld ist dein bester Freund
Okay, kommen wir zum wichtigen Teil. Wie kriegt man die Dornwarze entfernen hin, ohne den Fuß zu amputieren? 😅
Eines vorweg: Dornwarzen sind die Endgegner unter den Warzen. Weil sie so tief sitzen und meistens von einer dicken Hornhautschicht bedeckt sind, kommen Medikamente nur schwer an den Kern ran.
Hier sind meine Erfahrungen und Strategien, die ich recherchiert und getestet habe:
1. Die Vorbereitung ist alles (Weichmachen!)
Bevor ihr irgendein Mittel draufschmiert, müsst ihr die Festung stürmen. Das heißt: Die Hornhaut muss weg. Ich mache immer ein Fußbad in warmem Wasser (gerne mit etwas Salz oder Seife) für ca. 10-15 Minuten. Wenn die Haut weich ist, nehmt ihr vorsichtig (!) einen Bimsstein oder eine Hornhautfeile und rubbelt die oberste Schicht ab.
Wichtig: Benutzt diese Feile danach nirgendwo anders, sonst verteilt ihr die Viren am ganzen Körper!
2. Salicylsäure-Pflaster (Der Klassiker)
In der Apotheke gibt es spezielle Warzenpflaster mit Salicylsäure. Die klebt man direkt auf die Stelle. Die Säure weicht die verhornte Haut über Tage hinweg auf. Man muss das Pflaster regelmäßig wechseln und zwischendurch immer wieder die abgestorbene weiße Haut abtragen.
Das dauert. Bei mir hat es fast 6 Wochen gedauert, bis ich an den Kern kam. Aber es ist relativ schmerzfrei und günstig.
3. Vereisung (Kryotherapie) für Zuhause
Es gibt diese Vereisungsstifte in der Drogerie. Die Idee ist, das Gewebe durch Kälte (ca. -50 Grad) zu zerstören. Für kleine Warzen an der Hand klappt das super. Bei meiner tiefen Dornwarze am Fuß hat das Heim-Set ehrlichgesagt nicht viel gebracht. Die Kälte kam einfach nicht tief genug. Wenn ihr das probieren wollt, dann kombiniert es am besten: Erst Hornhaut entfernen, dann vereisen.
4. Der Geheimtipp aus der Nische: Bananenschale? 🍌
Klingt verrückt und ich hab es selbst nur halbherzig probiert, aber manche schwören im Netz drauf (Stichwort Longtail-Suche: Warzen natürlich entfernen Bananenschale). Man schneidet ein Stück Bananenschale aus und klebt es mit der Innenseite auf die Warze. Die Enzyme in der Schale sollen die Warze aufweichen.
Ich habs drei Nächte gemacht. Geschadet hat es nicht, die Haut war danach super weich. Ob es die Warze gekillt hat oder doch die Säure danach, kann ich schwer sagen. Aber hey, wer Bananen mag, kann es ja mal testen!
Wann muss der Profi ran?
Wenn ihr nach 2-3 Monaten Selbstbehandlung immer noch Schmerzen habt oder die Warze sogar größer wird, dann ab zum Hautarzt.
Es gibt Methoden wie Laserbehandlung oder das Herausschneiden (Kürettage), die der Arzt machen kann. Das Herausschneiden ist allerdings am Fuß so eine Sache… die Wundheilung dauert ewig weil man ja ständig drauftritt. Deswegen versuchen Ärzte oft erstmal starke Tinkturen oder Vereisung mit flüssigem Stickstoff (der ist viel kälter als das Zeug aus der Apotheke).
Mein Fazit zur Dornwarze
Unterschätzt diese Dinger nicht. Eine Dornwarze ist hartnäckiger als jeder Kaugummi am Schuh. Der Schlüssel zum Erfolg liegt wirklich darin, die Hornhaut immer wieder abzutragen, damit der Wirkstoff (egal ob Essig, Säure oder sonstwas) an die Wurzel kommt.
Lasst euch nicht entmutigen wenn es mal blutet oder weh tut. Der Körper muss checken, dass da ein Eindringling ist.
Habt ihr aktuell auch so einen fiesen Untermieter am Fuß? Oder habt ihr vielleicht sogar einen Tipp, den ich noch gar nicht kenne? Schreibt es mir in die Kommentare – vielleicht retten wir damit jemandes Badesaison!